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Stoffregal

2 Wände neu tapezieren – Teil 4 – Die Bahnen zuschneiden

(Hier geht es zum vorigen Beitrag: Vorbereitende Arbeiten.)

So, heute geht es ans Eingemachte: Die erste Berührung mit der Tapete!

Wie man die Länge einer Bahn berechnet, hatte ich bereits in diesem Beitrag beschrieben. Ich kam auf eine Bahnenlänge von 2,75 m. Normalerweise
nimmt man immer noch ca. 10 cm Sicherheit dazu, da in den 2,75 m schon
eine Sicherheitdifferenz ist, bleibt es dabei. Wenn ihr Tapete ohne Versatz habt oder die etwas effizientere, zweite Methode zur Berechnung mit Versatz gewählt habt, dann rechnet unbedingt einen Verschnitt dazu.

Nun
misst man die Bahnlänge an dem Tapeziertisch ab und
zeichnet auf der vorderen und hinteren Kante die Bahnlänge an:

Bahnlänge anzeichnen

Nun setzt man die Tapetenbahn an der Außenkante parallel zu ihr an, beschwert sie ggf.
und rollt die erste Bahn bis an die Stelle, wo vorher die Markierungen gemacht wurden.

Tapete an äußerer Kante anlegen

Dann nimmt man die Reißschiene und legt sie über die Tapetenbahn und
zwar so, dass die Reißkante der Schiene links vor den Markierungen
liegt.

Reißschiene liegt an beiden Markierungen.

Dann wird die Tapete über die Schiene gerissen.

Tapete mit Reißschiene reißen

Der Schritt wird nun solange wiederholt, bis man alle benötigten gleichlangen Bahnen „zugeschnitten“ hat.

Braucht
man kürzere Bahnen und davon vielleicht nur eine, dann zeichnet man auf der Tapete die gewünschte Länge rechts und links an, legt dort die Reißschiene an
und reißt dann.

Kürzere Bahnen werden markiert.

Braucht man schmalere Bahnen, kommt es darauf an, wie schmal die Bahn
sein soll. Soll die Bahn z. B. nur 10 cm breit sein, dann zeichnet man
in ca. 0,5 m Abständen 10 cm an, verbindet die angezeichneten Punkte
unter Zuhilfenahme der Reißschiene oder Wasserwaage und schneidet die
Bahn mit Hilfe der Schere zu.

Muss die Bahn dagegen nur
10 cm schmaler sein, als die Rollenbreite, dann klebt man in der Regel
die volle Bahn und schneidet an der Wand die 10 cm runter.

Aber Achtung!!!!
Man
schneidet eine Bahn niemals genauso breit oder lang, wie man an
der Wand gemessen hat, sondern man lässt immer ca. 5 bis 10 cm
Verschnitt überstehen, denn Wände sind niemals zu 100% rechtwinklig und man
vertut sich auch beim Messen schon mal gerne 😉

Die
Schnittkante wird niemals an eine gerade Kante geklebt, sondern man
versucht immer, den Verschnitt zu einer Ecke oder Kante der Wand hin
oder zu einem Tür- oder Fensterrahmen zu kleben.

Mehr dazu, wenn wir an einer Ecke angekommen sind. Aber zunächst geht es hier weiter mit dem Ansetzen der ersten Bahn.

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