Neustes

Ich Nadelspiel-Dummie

Gestern erzählte ich noch, dass ich den kleinen Wollrest, aus dem ich bereits ein Übungsstück angefangen hatte, dazu benutzen wollte, um Abnahmen zu üben. Heute im Bus war mir das dann scheinbar zu trivial. Ich blätterte lustlos in meinem Anleitungsbuch „basiswissen stricken“ herum und konnte mich nicht dazu durchringen, anzufangen. Einfach nur Maschen abnehmen an einem Winzlings-Musterstück kann doch jeder 😉 Nein, ich brauchte ein Projekt zur Motivation. So habe ich mir aus dem Buch eine Mütze ausgesucht. Nur rechte Maschen in der Runde und am Ende ein paar unwesentliche Abnahmen. Ha, ein Kinderspiel!

Weit gefehlt! Ich stellte mich wie der letzte Dummie an und machte vermutlich jeden erdenklichen Fehler, den man machen kann.

Hier eine Beschreibung meiner Fehler von heute:

Ich versuchte die Mütze mit einer Rundstricknadel zu stricken. Ich hatte schon mal eine Anleitung im Netz gesehen, die beschrieb, wie man Rundstricknadeln ersatzweise für ein Nadelspiel einsetzen könnte. Vom Prinzip her funktionierte das auch, nur erschien mir die Umsetzung sehr unpraktikabel. Irgendwie spannte alles und ich kam nicht vorran. Am Ende hatte ich beim Nadeldurchziehen eine Masche verloren und alles wieder aufgetrennt.

Als nächstes habe ich die Maschen auf die Rundnadel angeschlagen und auf ein Nadelspiel übertragen, da ich Dummie keine Ahnung hatte, wie ich die Maschen auf das Nadelspiel bekam. Das Anleitungsbuch war da auch keine wirkliche Hilfe 🙁 Überhaupt beschreibt das Buch für echte, blutige Anfänger recht wenig und für Fortgeschrittene ist es vermutlich wieder zu trival. Einzig die Anleitungen darinnen (u. a. die Mütze, aber auch Socken, eine Wärmflaschenhülle, Eierwärmer) sind ganz nett. Der Übertrag auf das Nadelspiel funktionierte eigentlich ganz gut, aber beim Stricken stellte ich mich vermutlich denkbar ungeschickt an. Ich bekam Krämpfe in den Händen. Am Ende erschien mir der Endfaden irgendwie komisch zu liegen und ich zog ihn nach vorn, wobei ich damit die Endmasche löste 🙁 Also trennte ich wieder alles auf.

Nun, inzwischen zu Hause auf der Couch, suchte ich nach Videos, die mir das Anschlagen von Maschen auf ein Nadelspiel erklärten. Dabei stieß ich einmal auf dieses Video (von Nadelspiel), das mir auch gleichzeitig erklärte, wie ich die Nadeln halten kann, ohne Krämpfe in den Händen zu bekommen. ♥-lichen Dank dafür! Es war mir wirklich eine Hilfe. Es ist nämlich eine reine Kopfsache.Man muss einfach darauf vertrauen, dass die Nadeln in dem Strickstück bleiben, egal wie sie darin hängen und sich auf die beiden Nadeln konzentrieren, mit denen man gerade strickt (den Rest einfach hängen lassen).

Selbst senkrecht bleiben die Nadeln im Strickstück

Meine Maschen schlug ich allerdings dann gemäß diesem Video an (von Stricklinkde). Auch hierfür ♥-lichen Dank! Ich wäre ohne die ganzen Strickanleitungsvideos echt aufgeschmissen, da ich keinen in meinem Umfeld habe, der mir das vielleicht mal zeigen könnte. Ich bin sozusagen Autark-Lerner.

Aber weiter geht’s in meiner Fehleraufzählung 😉 Als nächstes habe ich ganz häufig einfach mit einer der vier Nadeln weitergestrickt, anstatt die fünfte, abgestrickte Nadel wieder neu anzusetzen. Ich weiß nicht, wie oft ich die Maschen wieder umkramen musst 🙁

Zum Schluss entdeckte ich, dass ich bereits seit zwei oder drei Runden eine Masche verloren hatte. Dann hatte ich keine Lust mehr. Aber es ist ja auch schon spät. Morgen geht es weiter und dann muss ich gucken, ob ich eine Lösung dafür finden kann.

Bis dahin erst einmal guts Nächtle 🙂

Es ist immer gut Unterstützung dabei zu haben 😉

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