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Ein Dirndl in drei Tagen – Tag 1

Haha…. mal gucken. 

Ich muss verrückt sein, nun habe ich neben dem Winterjacken-Sewalong auch noch angefangen ein Countrystyle-Kleid im Dirndl-Look zu nähen.

Hintergrund ist, dass mein lieber Mann und ich spontan zu einem Oktoberfest in unserem Tanzverein eingeladen wurden. Öhm, das war jetzt so nicht geplant…. Ich wollte schon immer mal ein Dirndl nähen, aber doch nicht in so kurzer Zeit! Zum Oktoberfest ohne Dirndl? Denkbar, aber würde mich schon irgendwie traurig machen.

Wie schwer ist es überhaupt ein Dirndl zu nähen? Am Besten mal beim Schnittmusterdealer nachforschen. Mmmmh, die meisten werden mit Schwierigkeitsgrad 3 (von 4) ausgewiesen, zwei, drei Schnitte mit Schwierigkeitsgrad 2. In der Burda vom September (09/2015) waren auch ein paar schöne Dirndls drin, soll ich davon eins machen? Oder doch einfach in Alltagskleidung zum Oktoberfest gehen? Schwierig, schwierig.

Und dann fiel mir dieser Schnitt in die Hände:

Modell 125 aus Burda Moden 1/1998

Eigentlich wollte ich das Heft nur weglegen, da es noch auf dem Tisch lag, von meiner Suche nach einem Winterjackenschnitt. Aber irgendwie wollte der Schnitt zu mir finden.

Der Gag an diesem Kleid ist das Bustier. Es ist aus Jeansstoff und da ich ein großer Fan von Jeans-Upcycling bin, außerdem eine riiiiiiiiiiiiiiiiiesige Sammlung von alten Jeans besitze und schon mehrere Taschen daraus genäht habe, liegt es ja wohl sehr nahe, dass ich dieses Kleid aus einer Auswahl von alten Jeans nähen werde.

Die alten Jeans für das Upcycling.

Der Schnitt selbst ist leider auch nicht der aller einfachste, aber was macht man nicht alles für ein Jeans-Upcycling? Zum Glück konnte man die gefühlten tausend Schnittteile sehr gut auf dem Schnittmusterbogen finden. Vielleicht lag es daran, dass es der rote Schnitt war und man rot immer besser sieht oder lag es daran, dass auf dem Schnittmusterbogen einfach weniger drauf war, als bei aktuelleren Ausgaben? 

Abgepaust habe ich nun schon alle Teile und bei der Anzahl würde ich mal behaupten, dass ich jetzt Schnittabpausweltmeister bin 😉

Sammelsorium an Schnittteilen.

Fehlt nur noch die übrige Stoffauswahl. Da bin ich mir noch unschlüssig. Vorgesehen ist für das Rockteil ein Leinenstoff. Nun finde ich Leinen nicht so dolle, weil er immer schnell knittert. In meine engere Wahl ist ein graublauer Stoff mit eingewebten Rosen gefallen. Er ist vermutlich ein Dekostoff (war ein Auktionshaus-Schnapper, sieht aber toll aus), aus Polyester und leicht glänzend. Leider fürchte ich, dass der Stoff nicht genügend Stand für das Kleid haben wird.

Stoff für Rockteil.

Ich habe morgen noch den ganzen Tag, um darüber nachzudenken, dann sollte die Entscheidung gefallen sein. Nach Feierabend muss ich den Stoff für den Unterrock kaufen und eine schöne Borte. Reißverschluss und Dirndlhaken fehlen auch noch. Und sollte ich mich für einen anderen Stoff entscheiden, muss der auch noch mit. Dann ist alles komplett. Dann geht es morgen Abend weiter.

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