Stoffregal

Missglückter Igel

Kennt ihr auch diese Projekte, die zunächst total einfach aussehen und ihr glaubt, ihr könnt sie mal so eben nebenbei machen. Projekte, für die ihr eine halbe Stunde eingeplant hattet und am Ende sitzt ihr nach zwei Stunden völlig entnervt da und nichts stimmt richtig?

Der Igel von Burda ist für mich so ein Projekt. Er kommt so lustig und leicht daher, nur vier Teilchen. Och, das schaffe ich locker in ner halben Stunde. Ja, von wegen!

Er sollte ein kleines Mitbringsel werden, mit viel Liebe gemacht, aber eben nicht mit elendig viel Zeit. Am Ende musste ich feststellen, dass es total kniffelig ist, das Nadelkleid umzubügeln und festzusteppen, dass man bei dem Korpus Maßarbeit leisten muss, weil sonst die Nähte nicht aufeinander treffen und dadurch an den Stellen zwischen Ober- und Unterteil Löcher entstehen und dass man einen sehr, sehr kleine Stichlänge wählen muss, weil sonst die Rundungen nach dem Wenden total eckig aussehen (da nützen auch flotte Einschnitte nichts) und Nähte beim Füllen aufgehen.

Und am Ende, als ich lockere Nähte fester genäht, Löcher gestopft und gelernt hatte mit nicht ganz so runden Füßchen zu leben, stellte ich beim Annähen der Ohren fest, dass das Nadelkleid von meinem Igel irgendwie komisch geformt ist. So sieht es jedenfalls auf dem Originalbild nicht aus. Nun ist auftrennen nicht die beste Lösung (denn ich müsste den Igel komplett auftrennen), sondern einfach neu machen. Na, ob ich dazu noch mal Lust habe? Ich weiß nicht.

Kniffelig: Die Naht der Vorderseite muss genau
auf die untere Mittelnaht treffen.

Alle Nähte im Überblick (hier sieht ein geschulter Blick
bereits, dass etwas mit dem Nadelkleid nicht stimmt).

Beim Füllen weitete sich die Naht (zu lange Stichlänge)

Finde den Fehler.

So sollte das Original aussehen (Quelle: Burda style)

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