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Me Made Mittwoch – Thema: Größter Reinfall

Das Thema „Größter Reinfall“ beim Me Made Mittwoch sprach mich besonders an. Daher zeige ich Euch heute eine Sammlung meiner größten Misserfolge. Und ich verspreche Euch, es werden keine „Hach, hier sitzt eine Naht nicht richtig“ oder „Alles perfekt, aber der Stoff tat es nicht“-Posts 😉

Das erinnert mich spontan an die immer Einsen-Schreiber, die vorher kokettierten „Hach, ich konnte so gar nichts, ich glaube, ich habe die Arbeit verhauen.“ Hey, ihr wisst gar nicht, was echte Misserfolge sind!

Aber Misserfolge sind dazu da, um daran zu wachsen und/oder sich später darüber kaputt zu lachen. Besonders Zweiteres mache ich äußerst gerne. Ihr dürft also gerne lachen 🙂

Fangen wir mit einem Shirt an, dessen Anleitung sich sehr einfach las und die Bilder im Netz sahen sehr vielversprechend aus. Gleichzeitig sollte es mein erstes Jersey-Projekt werden und der Stoff war nicht gerade billig. Billig kann doch jeder.

Mit viel Liebe und Mühe rechnete ich den Schnitt von Inch in Zentimeter um, zeichnete ihn ab und schnitt alles aus. Schon während des Zuschneidens kam mir die Größe komisch vor. Es gab Damen im Nähunterricht, die waren deutlich kurviger und nähten kleinere Teile. Auf Deutsch: Ich schuf ein Monster!

Meine Nählehrerin riet mir, das Shirt an den Seitennähten zu verkleinern, was ich machte, aber es saß trotzdem einfach Scheiße! Als am Ende noch meine Nähmaschine kaputt ging und das mitten beim Umnähen der Säume, hatte ich keine Lust mehr und pfefferte das Shirt in den Altkleidersack. Zu einem Tragefoto ist es nie gekommen. (Mehr Hintergründe hier.)

Shirt von Inch in cm, viel zu groß geworden

Vielleicht hätte ich mich früher mit Schnittmusteranpassungen auseinandersetzen sollen. Aber zu diesem Zeitpunkt glaubte ich noch an Größenangaben.

Weiter geht es mit Jerseyprojekt Nummer 2. Eine Hose. Die wurde zwar nicht ganz so schrecklich, wie das Shirt und ich hatte sie sogar ein paar Mal getragen, aber schöner Sitz und gutes Aussehen sehen irgendwie anders aus! Sie war einfach zu groß.

Brasilienhose

Nachdem ich abnahm, wanderte auch sie in den Altkleidersack.

Kommen wir zu Teil 3. Ein Projekt der Selbstüberschätzung gepaart mit einer kaputten Nähmaschine, die die Naht nicht mittig setzte. Mein Dirndl.

angefangenes Dirndl vorne

angefangenes Dirndl Detail Brust

Dieses Teil liegt allerdings noch bei mir rum, denn ich finde den Schnitt so raffiniert und die Stoffkombi so fantastisch (der Rock sollte aus einem schönen Brokat werden, der exzellent zu dem Jeans-Oberteil passt), dass ich sehr hoffe, dass das irgendwann – nachdem ich alles wieder aufgetrennt und das Schnittmuster eine Nummer kleiner kopiert habe – auch wirklich fertig gestellt wird.

Zuviel versprochen?

Und zumindest geschmunzelt?

Inzwischen habe ich einen Schnittmusterkurs belegt, nähe Musterteile und vertraue Schnittmustern nicht mehr ganz so blauäugig. Also neben dem Fun auch noch etwas gelernt. Was will man mehr?

4 Kommentare

  • Hana Mond

    Der Schnitt vom Dirndl ist wirklich hübsch 🙂
    Ja, manchmal greift man bei der Schnitt-, Stoff- oder Größenwahl einfach daneben und wenn alles zusammenkommt, hat man einen Super-Fail 😀
    Ich bin inzwischen dazu übergegangen, auch die zu bloggen. Sind inzwischen glücklicherweise seltener als zu meinen Näh-Anfangszeiten, aus denen ich leider kaum noch Fotos oder Objekte habe. Manchmal bin ich ja doch lernfähig 🙂

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